Articles tagged with: Pensionsrückstellung

Informationen zur Bildung von Pensionsrückstellungen nach österreichischem Recht, AFRAC, IFRS, IAS19, US-GAAP und BilMoG

VfgH Abzinsungssatz 6% bei Sozialkapitalrückstellungen nicht verfassungswidrig

Der VfGH bestätigte in den folgenden Urteilen die Verfassungskonformität der unterschiedlichen Rechnungszinssätze langfristiger Rückstellungen.

G307/2020 vom 27.11.2020 und
G173/2020 ua; G323/2020 ua; G8/2020 ua vom 27.11.2020

Leitsatz:
Keine Gleichheitswidrigkeit des höheren Rechnungszinfußes idHv 6% für Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und Pensionsrückstellungen nach dem EStG 1998; steuerlichen Gewinnermittlung durch Festlegung eines – unabhängig von der Entwicklung des Marktzinssatzes anwendbaren – fixen Zinssatzes idHv 3,5% für langfristige Rückstellungen im Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers; Sachlichkeit einer Übergangsregelung nur für Rückstellungen mit längeren Restlaufzeiten und der Anwendung der bisherigen pauschalen Vereinfachung.

Rechtssatz:
Eine solche Differenzierung verletzt den Gleichheitssatz schon deshalb nicht, weil es dem Gesetzgeber im Rahmen seines rechtspolitischen Gestaltungsspielraumes freisteht, die Steuer- und Zinseffekte für sachverhaltsmäßig unterschiedliche Gruppen von langfristigen Rückstellungen je nach Einschätzung der Erheblichkeit der Beeinträchtigung von Rückstellungsbildungen für das laufende Steueraufkommen unterschiedlich zu behandeln:

Das Abzinsungsgebot für langfristige Rückstellungen bringt zum Ausdruck, dass – unabhängig davon, ob einer Verpflichtung eine Ungewissheit anhaftet – eine später zu erfüllende Verpflichtung weniger belastend ist als eine zu einem früheren Zeitpunkt zu erfüllende Verpflichtung. Durch die Abzinsung wird die Abzugsfähigkeit des betreffenden Aufwandes nicht verhindert, sondern – sofern die späteren Ausgaben mit dem geschätzten Rückstellungsbetrag übereinstimmen – lediglich in das Jahr der Ausgabe verschoben.

In diesem Zusammenhang übersieht das antragstellende Gericht, dass der Abzinsungssatz im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung nicht nur die Zinseffekte bei der Bewertung zukünftiger Ausgaben berücksichtigt, sondern auch die aus der Rückstellungsbildung resultierende Beeinträchtigung für das laufende Steueraufkommen.

siehe auch Beitrag 1 und Beitrag 2

Quelle:
VfGh: G307/2020
VfGh: G173/2020 ua, G323/2020 ua; G8/2020 ua

BFG Abzinsungssatz Personalrückstellungen nicht verfassungswidrig

Entscheidung RV/5101415/2019 des BFG

Es bestehen keine Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit der unterschiedlichen Abzinsungssätze von 6% in § 14 Abs. 6 Z 6 EStG 1988 und von 3,5% in § 9 Abs. 5 EStG 1988.

Primäres Ziel der steuerlichen Gewinnermittlung ist die sachgerechte Erfassung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Gemäß der Judikatur des VfGH würde es dem Sachlichkeitsgebot durchaus entsprechen, sämtlichen Rückstellungen die steuerliche Anerkennung zu versagen und den Aufwand dann zu berücksichtigen, wenn er eintritt (vgl. VfGH 9.12.1997, Zl. G 403/97).

Bei rechtsverbindlich zugesagten Firmenpensionen sind nach Maßgabe des § 14 Abs. 6 EStG 1988 Pensionsrückstellungen zu bilden, wobei ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde zu legen ist. In Anbetracht der anhaltenden Niedrigzinsphase wird diese Abzinsung von Teilen der Literatur verfassungsrechtlich infrage gestellt (vgl ua die von der BF zitierten Urnik/Kandler, Rechnungszinsfuß für Pensionsrückstellungen, quo vadis, SWK 3/2018, 74).

Allerdings stünde es dem Gesetzgeber verfassungsrechtlich auch frei, „sämtlichen Rückstellungen die steuerliche Anerkennung zu versagen“ (VfGH 09.12.1997, G 403/97, zu Jubiläumsrückstellungen). Wenn es aber dem Gesetzgeber verfassungsrechtlich freisteht, Rückstellungen steuerlich gänzlich zu versagen, dann kann er –verfassungsrechtlich unbedenklich- für alle Rückstellungen auch entsprechende Einschränkungen vornehmen.

Insoweit ist es daher verfassungsrechtlich jedenfalls unbedenklich, wenn Rückstellungen generell mit 3,5% abzuzinsen sind (§ 9 Abs. 5 EStG 1988).
Verfassungsrechtlich maßgeblicher Vergleichsmaßstab für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen ist daher nicht der bestehende niedrige Marktzinsfuß, sondern die gesetzliche Abzinsung in Höhe von 3,5 %.

Verfassungsrechtliche Bedenken könnten nur im Vergleich zwischen den mit 6 % abgezinsten Pensionsrückstellungen und anderen mit 3,5 % abgezinsten Rückstellungen bestehen. Dem spricht nicht entgegen, dass die allgemeine Abzinsung mit 3,5 % eine pauschale Abzinsung ist. Denn sie ist – unabhängig von ihrer Höhe – gleichzeitig die Basis jeder Rückstellung. Das zeigt der Vergleich mit der deutschen Rechtslage, nach der Rückstellungen generell mit 5,5 % abzuzinsen sind, also insoweit – ebenso wie die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit 6 % – weit vom aktuellen Marktzinsfuß entfernt.
Wenn es dem Gesetzgeber verfassungsrechtlich aber freisteht, Rückstellungen steuerlich gänzlich zu versagen, kann er für alle Rückstellungen auch Einschränkungen vornehmen.

Schon die grundsätzliche Einschränkung von Pensionsrückstellungen mit dem 2. AbgabenÄG 1977 sah der VfGH nicht als verfassungswidrig an. Der Gesetzgeber begründete die damalige neu eingeführte Einschränkung damit, dass diese zeitlich vorgezogenen Aufwendungen das laufende Steueraufkommen nicht unerheblich beeinträchtigen (vgl. VfGH 14.12.1978, Zl. G 82/78). Deshalb sah der VfGH in dieser Einschränkung keine sachlich unbegründete Differenzierung.

Quelle:findok RV/5101415/2019

UGB Rechnungszinssatz Personalrückstellung nach AFRAC und BilMoG

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UGB Rechnungslegung

UGB Rechnungszins zum 30.04.2021

2,16% (10-jähriger Durchschnitt) bzw. 1,49% (7-jähriger Durchschnitt)

 

Die actuarconsult aktualisiert monatlich die Rechnungszinssätze für die UGB – Bewertung von Personalrückstellungen und stellt die voraussichtlichen Zinssätze für die nächsten Stichtage dar.

Bei Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen, Pensionen, Jubiläumsgeldzusagen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen kann ein durchschnittlicher Marktzinssatz angewendet werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, sofern dagegen im Einzelfall keine erheblichen Bedenken bestehen.

Die voraussichtlichen Durchschnittszinssätze der nächsten Jahre werden für eine Restlaufzeit von 15 Jahren unter der Annahme ermittelt, dass die Renditen von Unternehmensanleihen auf unveränderten Niveau verbleiben.

Aus Praktikabilitätsgründen ist es für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes zulässig, anstelle des Zinssatzes am aktuellen Abschlussstichtag den Zinssatz an einem Tag, der nicht mehr als drei Monate vor dem aktuellen Abschlussstichtag liegt, heranzuziehen.

Die Berechnung der Durchschnittszinssätze erfolgt nach der Ermittlungsmethodik der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Null-Kupon-Euro-Swapkurve, die als Basis für die Ermittlung der Abzinsungszinssätze dient, wird monatlich von der deutschen Bundesbank veröffentlicht und diesen Tabellen entnommen.

Die anführten Rechnungszinssätze für den 7-jährigen und den 10-jährigen Durchschnittszeitraum entsprechen den Zinssätzen nach der RückAbzinsV und können somit auch für Bewertungen nach § 253 dHGB (BilMoG) herangezogen werden.

Rechnungszinssätze für Durchschnittszeiträume und Restlaufzeiten, die hier nicht angeführt werden, erhalten Sie gerne auf Nachfrage.

Durchschnittszinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend AFRAC 27 Personalrückstellungen (UGB)

 

Voraussichtlicher Rechnungszins
Restlaufzeit 15 Jahre
Durchschnittszeitraum
Bilanzstichtag 5 Jahre 7 Jahre 10 Jahre
31.12.2019 1,60% 1,97% 2,71%
31.03.2020 1,58% 1,89% 2,61%
30.06.2020 1,52% 1,81% 2,51%
30.09.2020 1,44% 1,71% 2,41%
31.12.2020 1,34% 1,60% 2,30%
28.02.2021 1,30% 1,54% 2,23%
31.03.2021 1,29% 1,51% 2,19%
30.04.2021 1,27% 1,49% 2,16%
31.12.2021 1,21% 1,36% 1,88%
31.12.2022 1,05% 1,22% 1,63%
31.12.2023 0,88% 1,13% 1,40%
31.12.2024 0,86% 1,02% 1,23%

 

Zinssätze für verschiedene Restlaufzeiten

 

Die folgende Tabelle zeigt den Rechnungszins per 31.12.2020 für Restlaufzeiten von 10, 15 und 20 Jahren.

Rechnungszins per 31.12.2020
Durchschnitts- Restlaufzeit
zeitraum 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
5 Jahre 1,02% 1,34% 1,49%
7 Jahre 1,26% 1,60% 1,75%
10 Jahre 1,94% 2,30% 2,44%

 

Rechnungszins historischer Verlauf
Restlaufzeit 15 Jahre
Stichtags- Durchschnittszeitraum
Bilanzstichtag zins 5 Jahre 7 Jahre 10 Jahre PDF
31.12.2015 2,33% 3,30% 3,89% 4,31%
31.01.2016 2,03% 3,25% 3,83% 4,29%
29.02.2016 1,80% 3,19% 3,76% 4,27%
31.03.2016 1,67% 3,13% 3,70% 4,24%
30.04.2016 1,75% 3,07% 3,64% 4,22%
31.05.2016 1,68% 3,02% 3,58% 4,20%
30.06.2016 1,38% 2,95% 3,52% 4,17%
31.07.2016 1,11% 2,88% 3,47% 4,14%
30.08.2016 1,06% 2,81% 3,42% 4,11%
30.09.2016 1,10% 2,74% 3,37% 4,08%
31.10.2016 1,37% 2,68% 3,32% 4,06%
30.11.2016 1,63% 2,62% 3,28% 4,03%
31.12.2016 1,61% 2,56% 3,24% 4,01%
31.01.2017 1,84% 2,52% 3,20% 3,99%
28.02.2017 1,58% 2,48% 3,16% 3,96%
31.03.2017 1,68% 2,44% 3,12% 3,94%
30.04.2017 1,66% 2,40% 3,08% 3,91%
31.05.2017 1,71% 2,37% 3,04% 3,88%
30.06.2017 1,87% 2,34% 3,00% 3,86%
31.07.2017 1,84% 2,32% 2,97% 3,83%
31.08.2017 1,71% 2,30% 2,94% 3,80%
30.09.2017 1,82% 2,27% 2,91% 3,77%
31.10.2017 1,67% 2,24% 2,88% 3,74%
30.11.2017 1,67% 2,22% 2,84% 3,71%
31.12.2017 1,62% 2,20% 2,80% 3,68% PDF 31.12.2017
31.01.2018 1,67% 2,17% 2,76% 3,64%
28.02.2018 1,72% 2,15% 2,72% 3,61%
31.03.2018 1,74% 2,13% 2,68% 3,57% PDF 31.03.2018
30.04.2018 1,75% 2,11% 2,64% 3,53%
31.05.2018 1,73% 2,09% 2,60% 3,50%
30.06.2018 1,76% 2,06% 2,56% 3,46% PDF 30.06.2018
31.07.2018 1,76% 2,04% 2,52% 3,42%
31.08.2018 1,73% 2,01% 2,48% 3,39%
30.09.2018 1,81% 1,98% 2,43% 3,34% PDF 30.09.2018
31.10.2018 1,82% 1,96% 2,40% 3,29%
30.11.2018 1,91% 1,93% 2,36% 3,25%
31.12.2018 1,90% 1,91% 2,32% 3,21% PDF 31.12.2018
31.01.2019 1,66% 1,88% 2,29% 3,16%
28.02.2019 1,61% 1,85% 2,26% 3,12%
31.03.2019 1,32% 1,82% 2,23% 3,07% PDF 31.03.2019
30.04.2019 1,32% 1,79% 2,20% 3,03%
31.05.2019 1,22% 1,77% 2,18% 2,98%
30.06.2019 1,02% 1,74% 2,15% 2,94% PDF 30.06.2019
31.07.2019 0,71% 1,71% 2,12% 2,90% PDF 31.07.2019
31.08.2019 0,4% 1,69% 2,08% 2,86% PDF 31.08.2019
30.09.2019 0,6% 1,65% 2,05% 2,82% PDF 30.09.2019
31.10.2019 0,71% 1,63% 2,02% 2,79% PDF 31.10.2019
30.11.2019 0,76% 1,61% 2,00% 2,75% PDF 30.11.2019
31.12.2019 0,91% 1,60% 1,97% 2,71% PDF 31.12.2019
31.01.2020 0,58% 1,58% 1,94% 2,68% PDF 31.01.2020
29.02.2020 0,51% 1,57% 1,91% 2,64% PDF 29.02.2020
31.03.2020 1,54% 1,58% 1,89% 2,61% PDF 31.03.2020
30.04.2020 0,84% 1,57% 1,87% 2,58% PDF 30.04.2020
31.05.2020 0,77% 1,55% 1,84% 2,54% PDF 31.05.2020
30.06.2020 0,67% 1,52% 1,81% 2,51% PDF 30.06.2020
31.07.2020 0,51% 1,49% 1,78% 2,47% PDF 31.07.2020
31.08.2020 0,63% 1,47% 1,74% 2,45% PDF 31.08.2020
30.09.2020 0,55% 1,44% 1,71% 2,41% PDF 30.09.2020
31.10.2020 0,45% 1,41% 1,68% 2,38% PDF 31.10.2020
30.11.2020 0,40% 1,38% 1,64% 2,34% PDF 30.11.2020
31.12.2020 0,39% 1,34% 1,60% 2,30% PDF 31.12.2020
31.01.2021 0,53% 1,32% 1,57% 2,26% PDF 31.01.2021
28.02.2021 0,80% 1,30% 1,54% 2,23% PDF 28.02.2021
31.03.2021 0,87% 1,29% 1,51% 2,19% PDF 31.03.2021
30.04.2021 0,92% 1,27% 1,49% 2,16% PDF 30.04.2021

 

Quelle: dt. Bundesbank und eigene Berechnungen
Stand 4. Mai 2021

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IFRS Rechnungszinssatz Personalrückstellung (IAS19)

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Internationale Rechnungslegung

IAS Rechnungszins zum 31.03.2021

 
 

Die actuarconsult aktualisiert monatlich die Rechnungszinssätze für die IAS – Bewertung von Personalrückstellungen.

Die Rechnungszinssätze werden durch ein Näherungsverfahren, das auf einem Verfahren mit Berücksichtigung eines laufzeitadäquaten Aufschlag auf eine risikolosen Zinsstrukturkurve beruht, ermittelt. Als risikolose Zinsstrukturkurve wird die Zinskurve der AAA-Rating-Staatsanleihen des Euro-Währungsgebiets herangezogen.
Quelle: AAA-Rating-Staatsanleihen des Euro-Währungsgebiets

 

IFRS Rechnungszins Personalrückstellung (IAS19)
Duration Zinssatz
5 0,23%
6 0,31%
7 0,40%
8 0,48%
9 0,57%
10 0,65%
11 0,72%
12 0,79%
13 0,85%
14 0,90%
15 0,96%
16 1,00%
17 1,04%
18 1,08%
19 1,11%
20 1,14%
21 1,17%
22 1,19%
23 1,21%
24 1,23%
25 1,25%
26 1,26%
27 1,28%
28 1,29%
29 1,30%
30 1,31%

 
 

 

IAS – Rechnungszins historischer Verlauf
Duration
Bilanzstichtag 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
31.12.2016 % % %
31.07.2017 1,50% 1,93% 2,15%
31.08.2017 1,31% 1,74% 1,96%
30.09.2017 1,38% 1,80% 2,03%
31.10.2017 1,22% 1,65% 1,88%
30.11.2017 1,27% 1,69% 1,92%
31.12.2017 1,23% 1,64% 1,86%
31.01.2018 1,32% 1,72% 1,95%
28.02.2018 1,38% 1,71% 1,88%
31.03.2018 1,33% 1,67% 1,84%
30.04.2018 1,37% 1,70% 1,88%
31.05.2018 1,34% 1,68% 1,86%
30.06.2018 1,34% 1,68% 1,86%
31.07.2018 1,33% 1,68% 1,86%
30.08.2018 1,33% 1,68% 1,86%
30.09.2018 1,49% 1,83% 1,99%
31.10.2018 1,43% 1,77% 1,95%
30.11.2018 1,50% 1,85% 2,03%
31.12.2018 1,53% 1,87% 2,04%
31.03.2019 1,09% 1,46% 1,64%
30.06.2019 0,81% 1,13% 1,30%
30.09.2019 0,53% 0,79% 0,93%
31.10.2019 0,57% 0,83% 0,97%
30.11.2019 0,68% 0,95% 1,09%
31.12.2019 0,71% 0,98% 1,13%
31.01.2020 0,54% 0,81% 0,96%
31.03.2020 1,45% 1,67% 1,80%
30.04.2020 0,87% 1,07% 1,16%
31.05.2020 0,84% 1,06% 1,17%
30.06.2020 0,65% 0,87% 1,00%
31.08.2020 0,55% 0,78% 0,92%
30.09.2020 0,51% 0,72% 0,84%
31.10.2020 0,41% 0,67% 0,84%
30.11.2020 0,36% 0,62% 0,78%
31.12.2020 0,31% 0,54% 0,72%
31.01.2021 0,41% 0,68% 0,85%
28.02.2021 0,63% 0,89% 1,05%
31.03.2021 0,65% 0,96% 1,14%

 

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Quelle: eigene Berechnungen
Stand 4. April 2021

Download IFRS Rechnungszins vergangene Stichtage
31.03.2021
28.02.2021
31.01.2021
31.12.2020
30.11.2020
31.10.2020
30.09.2020
31.08.2020
30.06.2020
31.05.2020
30.04.2020
31.03.2020
31.01.2020
31.12.2019
30.09.2019
30.06.2019
31.03.2019
31.12.2018
30.09.2018
30.06.2018
31.03.2018
31.12.2017

EStR-Wartungserlass 2019 Personalrückstellung

Ende Mai wurde der Wartungserlass der EStR 2019 veröffentlicht.

Folgende Randziffern, die die Bildung von Rückstellungen betreffen, wurden geändert:

Rz 3365 Steuerfreie Beträge für Abfertigungsverpflichtungen bei der Basispauschalierung gemäß § 17 Abs. 1 EStG 1988

Rz 3379 Verweisanpassung wegen Wegfall der Rz 3417

Rz 3380 Klarstellung nach Judikatur zur Abfindungsmöglichkeit einer Pensionszusage

Rz 3393 Klarstellung zur Angemessenheit einer Pensionszusage

Rz 3396 Verweisanpassung wegen Wegfall der Rz 3418

Rz 3399a Verweisanpassung wegen Wegfall der Rz 3416

Rz 3406c und 3406d Voraussetzungen für Rückstellungsdeckungsfonds wird in die Einkommensteuerrichtlinien übernommen

Rz 3407 – 3419 Übergangsregelung des Jahres 1990 entfällt

Wir empfehlen, Ihre Zusagen diesbezüglich zu überprüfen.

AVÖ2018-P Verteilung des UGB-Umstellungsaufwands – Override-Verordnung

Das Bundesministers für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz hat die Verordnung über die Nichtanwendung einer Rechnungslegungsvorschrift des Unternehmensgesetzbuches (Override-Verordnung) veröffentlicht.

Die Umstellung auf die neuen biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P bei den Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kann einen hohen einmaligen Aufwand erzeugen.

Da die Lebenserwartung jedoch nicht sprunghaft steigt, kann der Aufwand auf bis zu fünf Jahre beginnend mit dem Geschäftsjahr der Änderung verteilt werden.

Der Unterschiedsbetrag errechnet sich aus der Differenz zwischen dem nach den bisherigen Rechnungsgrundlagen errechneten Rückstellungsbetrag und dem Rückstellungsbetrag auf der Grundlage der geänderten Rechnungsgrundlagen.

Diese Verordnung ist anwendbar auf Jahresabschlüsse von Geschäftsjahren, die nach dem 31. Dezember 2017 enden, sofern der Jahresabschluss am Tag nach der Verlautbarung im Bundesgesetzblatt (16.11.2018) noch nicht aufgestellt wurde.

Im Anhang ist anzugeben, für welchen Betrag und welchen Verteilungszeitraum von der in § 2 genannten Verteilung Gebrauch gemacht wurde.

Override-Verordnung BMJ

Neue Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P veröffentlicht

Die neuen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung wurden veröffentlicht.

Gegenüber der bisher verwendeten Sterbetafel aus dem Jahre 2008 stieg die Restlebenserwartung sowohl bei Männern als auch Frauen um einige Monate. Die Invalidisierungswahrscheinlichkeiten sanken gegenüber den bisherigen Tafeln. Die Verheiratungswahrscheinlichkeiten in höheren Alter nahmen zu.

Veränderung fernere Restlebenserwartung AVÖ 2008-P - AVÖ 2018-P

Veränderung der ferneren Restlebenserwartung der Sterbetafeln AVÖ 2008-P und AVÖ 2018-P

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Folgende Auswirkungen werden erwartet: Abfertigungsrückstellung nur wenig Veränderung, Jubiläumsgeldrückstellungen moderater Anstieg. Bei liquiden Pensionisten wird ein höherer Anstieg erwartet, bei Anwartschaften bleibt der Anstieg wegen der niedrigeren Invalidisierungswahrscheinlichkeiten moderat.

Weiter Auskünfte erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Am 20. Juli wurden die neuen deutschen Rechnungsgrundlagen HEUBECK-RICHTTAFELN RT 2018 G veröffentlicht. Sie ersetzen die bisherigen Richttafeln aus dem Jahr 2005.

Auswertungen für die gesetzliche (deutsche) Rentenversicherung zeigen, dass ein statistisch nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Lebenserwartung und der Höhe der gezahlten Rente besteht. Höhere Renten sind im Durchschnitt länger zu zahlen als niedrige. Dies wird in den neuen RICHTTAFELN durch einen pauschalen Abschlag auf die Sterbewahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Gemäß Angabe der Fa. Heubeck werden die handelsrechtlichen Rückstellungen um etwa 1,5% – 2,5% ansteigen.
Update 5.10.2018
Es wurde ein Update der Richttafeln RT 2018G eröffentlicht. Die handelsrechtlichen Rückstellungen werden nach der Anpassung nur mehr um etwa 1% – 2% ansteigen.

In der IFRS Bewertung wird der annahmenbedingte versicherungsmathematischen Verlust erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In der Steuerbilanz ist eine Verteilung des Unterschiedbetrags auf drei Jahre verpflichtend. Das diesbezügliche BMF Schreiben wird noch für 2018 erwartet.

Update 25.10.2018 Das Schreiben des BMF wurde veröffentlicht
Steu­er­li­che Ge­win­ner­mitt­lung; Be­wer­tung von Pen­si­ons­rück­stel­lun­gen nach § 6a EStG, Über­gang auf die „Heu­beck-Richt­ta­feln 2018 G“
BMF-Schreiben vom 19.10.2018 – IV C 6 – S 2176/07/10004 :001

Quelle: Heubeck AG

EStR-Wartungserlass 2018 Personalrückstellung

Ende Mai wurde der Wartungserlass der EStR 2018 veröffentlicht.

Folgende Randziffern, die die Bildung von Rückstellungen betreffen, wurden geändert:

Rz 3337a und Rz 3387a Änderung aufgrund AbgÄG 2014

Abfertigungsrückstellungen, die für Wirtschaftsjahre gebildet werden, die nach dem 28.2.2014 enden, dürfen nur insoweit gebildet werden, als die zukünftigen Abfertigungsansprüche beim Empfänger nicht mit dem Steuersatz von 6% zu versteuern sind. Ergibt sich bei bestehenden Rückstellungen auf Grund der neuen Rechtslage ein geringerer als der bisher rückgestellte Betrag, ist diese nicht aufzulösen, doch eine steuerwirksame Zuführung darf erst dann vorgenommen werden, wenn die Höhe der Abfertigungsansprüche unter Berücksichtigung des § 20 Abs. 1 Z 8 EStG 1988 dies zulässt.

Dies gilt sinngemäß für Pensionsrückstellungen.

Rz 3391 und 3393 neue Rechtsansicht

Für die Beurteilung der Angemessenheit von Pensionszusagen war bei Pensionszusagen ohne Aktivlohn oder bei einem unangemessen niedrigen Aktivlohn als Vergleichsbasis ein fiktiver Lohn heranzuziehen. Diese Rechtsansicht soll nicht weiter aufrechterhalten werden.

Rz 3400, 3401 und 3401a Anpassung aufgrund VAG 2016

Die Änderungen der Rz 3337a, 3387a, 3400, 3401 und 3401a sind laufende Anpassungen. Die Änderungen der Rz 3387, 3391 und 3393 ist eine Neuerung. Wir empfehlen, Ihre Zusagen diesbezüglich zu überprüfen.

Neue Rechnungsgrundlagen für Rückstellungen und Pensionskassen AVÖ 2018-P

Die Aktuarvereinigung arbeitet an der Neuerstellung der biometrischen Rechnungsgrundlagen (Sterbetafeln) für die Pensionsversicherung.

Voraussichtlich Ende Juli dieses Jahres werden die neuen biometrischen Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2018-P veröffentlicht. Diese Tafeln werden die bisher gebräuchlichen Tafeln AVÖ 2008-P Pagler & Pagler ersetzen.

Es wird durch die Sterblichkeitsverbesserung der letzten 10 Jahre und durch geänderte Verheiratungswahrscheinlichkeiten bei Pensionsrückstellungen bzw. Pensionskassenpensionen zu stärkeren Auswirkungen kommen wird.

Bei den Abfertigungsrückstellungen und Jubiläumsgeldrückstellungen wird die Auswirkung gering sein.

Gemäß AFRAC Stellungnahme 27 Personalrückstellungen (UGB) ist der Zusatzaufwand aufgrund der Tafelumstellung noch im aktuellen Bilanzjahr aufwandswirksam zu verbuchen.
Steuerrechtlich ist der Zusatzaufwand über drei Jahre zu verteilen.

Nach IAS 19 werden die entstehenden versicherungsmathematische Verluste (Remeasurements) im OCI erfasst.

Die actuarconsult wird laufend über den aktuellen Stand der Entwicklung der neuen Rechnungsgrundlagen berichten.

Quelle: AVOE Newsletter #2 Mai 2018, Hauptversammlung AVÖ